Leitbild

Die Koordinierungsstelle der nds. Frauen- und Mädchenberatungsstellen gegen Gewalt ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Die Trägerschaft des Modellprojekts obliegt dem Verbund der niedersächsischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen gegen (sexualisierte) Gewalt.

Alle Fachberatungsstellen des Verbundes arbeiten nach einem feministischen Konzept, das auf Parteilichkeit, Ganzheitlichkeit und Ressourcenorientiertheit beruht.

Die meisten Einrichtungen des Verbundes sind Fachberatungsstellen in freier Trägerschaft – davon gelten 14 Einrichtungen als spezialisierte Fachberatungs-stellen bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Wir und die im Verbund vertretenen (spezialisierten) Fachbe-ratungsstellen verstehen Gewalt immer im Kontext von ge-sellschaftlichen Machtverhältnissen.

Erlebte Gewalt und Traumafolgeerscheinungen sind daher niemals die Verantwortung von Betroffenen, sondern eine Menschenrechtsver-letzung und somit eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Wir benutzen den Ausdruck „sexualisierte Gewalt“, weil es eine Form der Gewalt ist, die gezielt sexuelle Handlungen zur Ausübung von Macht und Dominanz darstellt.

Da die Koordinierungsstelle die Interessensvertretung der im Verbund ver-tretenen (spezialisierten) Fachberatungsstellen in Niedersachsen ist, möchten wir deren Positionen und Anliegen durch unsere Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sichtbarer machen. Zeitgleich möchten wir ebenfalls die Stimmen und Positionen von Gewalt betroffenen Frauen* und Mädchen* in Niedersachsen verstärken. Damit diese Perspektiven und das Wissen aus der Fachpraxis in die Arbeit der Koordinierungsstelle einfließen kann, dient der Verbund als Fachrat für inhalt-liche Belange.

Unsere Arbeit basiert daher auf einem (queer)feministischen, herrschafts- und patriachatskritischen, emanzipatorischen und intersektionalen Grundverständnis.

Wir reflektieren fachlich und persönlich immer wieder unsere eigenen Privilegien und die einhergehenden diskriminierenden Denk- und Verhaltensweisen. Zeitgleich versuchen wir kontinuierlich, einer Reproduktion dieser sozialisierten Denk- und Verhaltensweisen entgegen-zutreten.

Wir sind gegen jegliche Unterdrückungsmechanismen (Rassismus, LSBTIQ*-Feindlichkeit, Sexismus, Ableismus, Klassismus), welche sich in der Verschränkung und des Zusammenwirkens von Ungleichheiten, Macht- und Gewaltverhältnissen ausdrücken, und wir stehen für eine solidarische und selbstbestimmte Gesellschaft.

Geschlechtergerechte Sprache

Wir verwenden in unseren Texten den Genderstern (zum Beispiel Mädchen*/ Frauen*), um im Sinne einer geschlechter-gerechten Schreibweise die Vielfalt von Ge-schlecht zu verdeutlichen. Anders als bei einer rein männlichen Schreibweise werden auch weibliche Personen und Personen, die sich keinem der binären Geschlechter zuge-hörig fühlen, sichtbar gemacht.  

Wir haben für Menschen mit Beeinträchti-gungen ein Vorlese-Tool auf dieser Home-page installiert.

Damit die geschlechtergerechte Sprache von dem Tool auch korrekt vorgelesen wird, ver-wenden wir innerhalb eines Begriffs den Doppelpunkt (z.B.  Expert:in).